Straßenverkehr

Straßenverkehr

Anschnallen im Auto wird anscheinend überbewertet, denn vom Anschnallgurt wird nur selten Gebrauch gemacht. Auf der Rücksitzbank funktioniert er gar nicht. Aus Routine passierte es mir immer noch, dass ich nach dem Anschnallgurt greife.
Überholt wird von allen Seiten und der Vorfahrtanspruch wird durch die Autohupe geltend gemacht. Das ist teilweise auch notwendig, denn in den engen schmalen einspurig verlaufenden Straßenkreuzungen treffen sich Autos, Busse, Motorradfahrer und Fußgänger im toten Winkel versteckt durch Häuserwände. Bürgersteige sind so schmal, dass maximal eine Person entlanglaufen kann und so uneben, dass es mir oft passiert, dass ich ins Leere trete oder über einen hervorstehenden Pflasterstein stolpere. Die Straße kann an jeder Stelle überquert werden, aber immer auf eigene Gefahr, denn die Fahrer machen nur selten den Eindruck als würden sie eine Vollbremsung ernsthaft in Betracht ziehen.

DELICIOSO

DELICIOSO

Dunkle, große Schokoladenstücke werden erhitzt bis sie mit der hinzugegebenen Milch verschmelzen. Dann wird eine Scheibe Käse in kleine Stücke gerissen und in das brühend heiße Getränk gegeben. Am Boden der Tasse schmelzen diese und müssen mit einem Löffel faden-weise herausgezogen werden und auf eine salzigen, dünne Kreuzung zwischen Knäckebrot und Chip gewickelt werden.

first impressions

Liebes Tagebuch,

Am Donnerstag den 15. August 2013 bin ich vom Flughafen Frankfurt aus nach Bogotá geflogen. Am Flughafen habe ich noch die Entscheidung verflucht mit zwei über zehn Kilogramm beladenen Rucksäcken, einem Schlafsack, einer Daunenjacke und einem 24 Kilogramm schweren Koffer die Reise anzutreten. Die beste Entscheidung die ich aber beim Kofferpacken getroffen habe war aber einen Schlafsack mitzunehmen, denn nachts wird es im 2800 Meter hoch gelegenen Tunja sehr kalt. Dazu kommt, dass es in meinem Haus keine Heizung gibt. Zumindest habe ich noch keine gefunden. Deshalb ist mein Schlafsack jetzt mein warmer Kokon.

Während der Busfahrt von Bogotá nach Tunja hat es mich bei einer Bodenwelle circa zwanzig Zentimeter in die Luft geschleudert und auch die unzählbaren allesamt übergewichtigen Koffer und Handgepäckstücke, die hinter meinem Sitzplatz in der letzten Reihe bis an die Decke des Busses übereinandergestapelt waren, sind bedrohlich weit nach vorne gerückt. In Tunja angekommen hat mich meine Familie bestehend aus meiner Mutter Laura, meinem Vater José, meinem Bruder Nico und meiner Schwester Maria Paula herzlich empfangen und als Tochter in den Kreis der Familie aufgenommen.

Linda